s . p . r . a . c . h . l . o . s .
(Vokalperformance, 1999)

 

Die Vokal-Solo-performance 's.p.r.a.c.h.l.o.s' ist ein Grenzgang zwischen Gesang, Sprechgesang und Stimmexperiment, zwischen Komposition und freier Rezitation. Sie nutzt diese Mehrdeutigkeit, um Halt- und Sprachlosigkeit zu verkörpern. Gleichzeitig thematisiert 's.p.r.a.c.h.l.o.s' das l.o.s, sich der Sprache bedienen zu müssen, um zu kommunizieren: die Sehnsucht nach ebendieser Sprache und der mit der Kommunikation verbundenen Erfüllung.


Audio:

runzte ber (aus laut und luise)
Morgens halb fünf (aus bukowskiskizzen)
Krankmeldung wegen Kater (aus bukowskiskizzen)


Dauer:

70 minuten



Werke:

Thorsten Töpp (à rien, 1999)
Maria Porten (Brechtlieder für einen S änger, 1999)
Hanns Eisler (Brechtliederbearbeitungen)
Hagen (laut und luise, bukowskiskizzen, apollinairefragmente, kafkaskizzen, 1999-2002)
Texte von Borchert, Benn


Pressestimmen:

'Beeindruckend des Sängers Konzentration, seine plastische Diktion, die bis in die Einzelheiten durchdachten und gestalteten Phrasierungen und Akzente, die spannungsreich gesetzten Pausen und Verzögerungen wie seine kraftvollen, grossartigen Steigerungen. Javier Hagens Stimme spannt sich in diesem Abend gekonnt disponiert über beinahe vier (!) Oktaven, und wie er in Töpps 'à rien' Obertöne hörbar macht oder seine Kopfstimme in den höchsten Registern im Pianissimo ausklingen lässt, ist schlicht ein Erlebnis. Bei all solcher sprachlich-musikalischer Gestaltung liess er dem manchmal geradezu sprachlos-verblüfften Zuhörer dennoch Raum, um eigene Assoziationen zu wecken: seine inspirierte, originelle, intensive, ja packende Art erschloss vielen Anwesenden eine völlig neue Welt von Musik und Sprache. in diesem 'Konzert mit Worten' stiess Hagen über das blosse experimentelle Neuland hinaus in den Bereich einer höchst engagierten und erlebnisreichen Kunst.' (Alois Grichting, Walliser Bote, 07/1999)